Systemische Astrologie: Jahresgedanken zu 2011
2011 ist ein Venus-Jahr.
Zusätzlich ist Saturn noch das ganze Jahr in der Waage, wo wir zur Verantwortung in unseren Beziehungen aufgerufen sind. Zur Waage gehört als gegenüberliegendes Zeichen der Widder. Zum Widder gehört der Planet Mars – und in diesem Tierkreiszeichen finden 2011 einige Revolutionen statt. Uranus und Lilith durchqueren dieses kriegerische Zeichen – und setzten dabei einiges an Emotionen frei.
Zum Widder gehört auch das Thema der Abgrenzung. Abgrenzung indem Sinne – will ich das wirklich? Nein sagen können. Ein ganz tiefes Ja zu mir. Ja zu meinem Partner. Nein – das will ich nicht. Wie oft tun wir etwas – wo wir hinterher traurig oder wütend oder erschöpft sind? Und uns im besten Falle ganz schnell klar wird, eigentlich wollte ich das so gar nicht? Eigentlich hat MIR das so nicht gut getan, es hat mich Kraft, Zeit und Energie gekostet?
Ja, Nein, Ich
Lilith und Uranus im Widder bringen heftige Gefühle ans Licht. Hassgefühle, Wut und Ausrasten können eine Zeichen dafür sein, das ich meine eigenen Grenzen übergangen habe. Klar – das es dann auch ein anderer im Außen tut – und es mir so spiegelt. Um überhaupt in das gegenüberliegende Beziehungs- und Partnerschaftszeichen Waage zu gelangen – brauche ich erst mal ein gesundes ICH. Das zeigt uns Uranus im Widder.
Ziemlich explosiv wird es ab Juni – August – wo sich das erste mal der kommenden 3 Jahre Pluto und Uranus im Spannungsaspekt nähern.
Ja – im Äußeren wie im Inneren sind Explosionen, Zerstörung, Schutt und Asche möglich. Zu Pluto gehört die Vorstellungswelt – wie etwas zu sein hat, dass ich mein Ego stärken kann. Macht haben. Und Uranus ist der absolute Revolutionär – der alles ein- und weg reißt was mein Ego bindet und abhängig macht. Pluto will an seine Macht und Vorstellungen auf der niederen Ebene binden. Und Uranus sprengt.
Je nachdem, wo wir im Horoskop diese Konstellation haben, wird sich etwas gewaltig ändern in uns – und in unserem Leben. Das muss nicht immer im wörtlichen Sinne Schutt und Asche bedeuten – es kann auch ein absolutes Loslassen von alten Vorstellungen, von alten Bindungen und Sicherheiten sein. Pluto – Uranus kann ein Gefühl wie von: so kann ich nicht leben auslösen. Ein Sterben von unseren Vorstellungen. Eine Raupe, die vollständig zerfällt – bevor sie sich in den Schmetterling wandelt und fliegen kann. Das tut sehr weh! Was kann ich tun?
Schillernd schön für die Gemeinschaft
„Sich ganz hineinfallen lassen in die göttliche Führung. Sie zeigt sich, sobald wir aufhören, die Kontrolle über unser Leben haben zu wollen.“ Sobald wir aufhören, unser Ego stärken zu wollen im Sinne von Macht und Egoismus und anfangen für die Gemeinschaft und im göttlichen Sinne für unsere Partner zu handeln und zu leben.
Natürlich ohne uns selbst aufzugeben. Ohne unsere eigenen Grenzen zu missachten. Gelingt uns dieses neue Bewusstsein, dieses neue Handeln – und wir bleiben in unserer Kraft und Liebe – können wir aus dieser Konstellation gewinnen.
Wie eine Phönix, die aus der Asche steigt, schillernd bunt, kraftvoll und schön.
Liebe als Schlüssel
Ein ganz besonderer Aspekt ab Anfang April bis Anfang August ist der erste kurze Besuch von Neptun in den Fischen. Dort ist er zu Hause. Neptun wird alles Intuitive, Göttliche und Künstlerischen in uns verstärken. Er gehört aber auch zur Trauer und den Toten. Sind wir noch zu sehr mit einem Verstorbenen in Trauer verbunden – zeigt sich die neptunische Energie u.Umständen in Sucht, sich verlieren, Illusionen und Täuschungen.
Eine wunderbare Möglichkeit der Heilung ist die neptunische Art zu lieben: durch Tantra. Der tantrische Weg, wo wir Meditation, Liebe und Sex zu einer Einheit verschmelzen lassen können. Und ich trotzdem ganz in mir bleiben kann – ohne mich zu verlieren.
Wo wir einfach sein können und geschehen lassen. Wo die Anspannung in Entspannung und Glückseligkeit weichen darf. Wo wir als Frauen endlich empfangen und mit offenen Herzen lieben dürfen. Wo Männer endlich den irrsingen Druck von Durchhalten, Machen, Leisten ganz aufgeben dürfen – und sich auch in sich selbst entspannen und dadurch ihre natürliche Männlichkeit und Stärke neu erleben können.
Gibt es etwas, nachdem wir uns mehr sehnen – als wie Liebe, Berührungen und sexuelle Erfüllung? Der tantrische Weg z.b. nach Diana Richardson oder Osho ist dieses Jahr unter einen besonders guten Stern. Trauen Sie sich – und tauchen Sie ein – in das so heilende und erlösende Geschehen lassen, der körperlichen Liebe.
Glück und Wachstum
Der Glücksplanet Jupiter saust dieses Jahr erstaunlich schnell in den ersten 5 Monaten auch noch durch den Widder: Je nachdem wen oder was er in ihrem Horoskop berührt – empfangen Sie durch diesen Planeten Glücks- und Wachstumschancen. Ganz besonders erfüllend wird er ab der zweiten Jahreshälfte im Stier wirken: Haben wir das, was wir tun und wie wir es tun, tief durch unsere Seele gelassen – wird es im materiellen sich zeigen. Kupfern wir nur etwas ab – und sind dabei mehr oder weniger nicht berührt davon – wird es nicht so richtig funktionieren. Im Stier finden wir auch alles erdige, sinnliche, genussvolle und stabilisierende.
Einer der schönsten Aspekte des Jahres kommt zum Jahres Ende: Nov-Dez. Neptun – nochmal im Wassermann steht in einem wunderschönen Trigon mit Saturn in der Waage. Die beiden zusammen bieten uns tiefe Versöhnung mit dem Schicksal. Mit unserem Schicksal. Mit dem von unserem Partner. Dem Kollektiven Schicksal. Aus einem „Nein“ kann ein demutsvolles „Ja“ werden. Dieses Ja in uns – macht uns weicher, wärmer und friedlicher.
Persönliche Jahreshoroskope erstellt die Autorin sabine-herm.de
Bild ©: „Die Phönix“ ist die zugehörige Karte aus dem astrologischen Symbolonkarten von Peter Orban | Ingrid Zinnel | Thea Weller




