Start salonthema 2. LEBENSWERT-SALON Jessica Treffler von frischkunst

Jessica Treffler von frischkunst

 

 

 

 

Meist kann eine gut gestellte Frage oder eine richtig gespürte Schwingung die Therapie viel weiter voranbringen als ein Wischi-Waschi-Wohlfühlprogramm.

Jessica TrefflerJessica Treffler studierte Kunst in Schottland, setzte das Aufbaustudium "Bildnerisches Gestalten und Therapie" an der Akademie der bildenden Künste in München oben drauf sowie den Heilpraktiker für Psychotherapie. Mit soviel Wissen und Können ausgestattet, wagte die 30-Jährige 2008 den Sprung in die Selbstständigkeit mit frischkunst. frischkunst ist ein Atelier für Kunst und Therapie, mit kunsttherapeutischen Angeboten und Gruppenangeboten für verschiedene Einrichtungen, der mobilen Galerie und Ausstellungen in den eigenen Räumen. Außerdem ist die quirlige Künstlerin in einige kulturelle Projekte verwickelt und leitet die Redaktion des Heimboten (Heimzeitung des Sparkassenaltenheims).

Für Hobbies bleibt kaum Zeit in ihrem Leben, aber ihre Arbeit beinhaltet fast alle Tätigkeiten, die sie gerne macht: Sie ist abwechslungsreich, damit kommt sie viel herum und trifft eine Menge interessanter Menschen. Etwas zu kurz kommt manchmal das Privatleben, tanzen gehen und Freunde treffen, aber ihr Freund, zwei alte Katzen, ein Kaninchen und verschiedene Reisen haben einen festen Platz in ihrem Kalender. Zwischendruch zum Kraft und Energietanken flüchtet sie in ihren kleinen Garten und auf die Dachterasse auf ihrer Praxis mit 4 Meter hohen Bambusstauden, die wunderbar im Wind rauschen. Was wäre anders in ihrem Leben, wenn sie sich über Nacht ändern könnte? Sie hätte weniger zu tun und kein schlechtes Gewissen dabei, mal bei einem Projekt nicht mitzumachen.

Nehmen wir an, Sie könnten sich für Geld ein Talent, eine Begabung oder eine Eigenschaft kaufen, was würden Sie wählen?

Ich bin ganz zufrieden mit den Talenten, die ich mitbekommen habe und den Eigenschaften, die ich entwickeln konnte. Ich finde auch das Talente überbewertertet werden und diejenigen, die sich für untalentiert halten, oft behindern. In meiner Arbeit mache ich immer wieder die Erfahrung, dass die meisten Menschen viel mehr können, als sie sich zutrauen. Malen, zum Beispiel, kann jeder und was schön ist liegt doch ohnehin im Auge des Betrachters.

Wie motivieren Sie sich?

Das wüsste ich auch gern. Meistens ist die Motivation einfach da. Ich habe schließlich mit meiner selbstständigen Tätigkeit meinen Traumberuf und der beinhaltet fast alles, was ich auch im Leben gerne tue. Das heißt nicht, dass es nicht auch oft stressig werden kann ... Wenn ich aber spüre, dass die Motivation fehlt, höre ich erst mal in mich hinein und befrage meinen inneren Schweinehund – der hat manchmal ein gutes Gespür für Aufgaben, die mir eigentlich gar nicht liegen oder Freude machen.

 

Wie gehen Sie mit Rückschlägen und Misserfolgen um?

Manchmal gibt es Tage an denen alles schief zu laufen scheint. Dann versuche ich mich erstmal zu beruhigen und festzustellen was der Auslöser war oder ob ich vielleicht selbst gerade einbisschen Zuwendung brauche.

Wenn Vorhaben nicht umsetzbar sind bin ich meist nicht lange enttäuscht, sondern überlege mir eine möglichst kreative Lösung doch noch das Beste daraus zu machen. Misserfolge bringen Erfahrungen die in der Zukunft essentiell zum Gelingen neuer Projekte beitragen können.

Wenn Kunden, Patienten und Klienten nerven: Wie meistern Sie die Situation?

Resonanz und Übertragung gehören zu meinem Handwerkszeug. Genervt sein ist also ein wichtiger Faktor in der therapeutischen Arbeit. Sobald ich es bemerke, setzte ich es ein und finde heraus wo es herkommt. Es ist für mich nicht so wichtig immer super-harmonisch mit meinen Klienten zu arbeiten, das Wichtigste ist, dass sie von der Arbeit profitieren. Meist kann eine gut gestellte Frage oder eine richtig gespürte Schwingung die Therapie viel weiter voranbringen als ein Wischi-Waschi-Wohlfühlprogramm. Wichtig ist mir dabei, dass die Beziehung zwischen dem Klienten und mir auf Respekt und Wertschätzung basiert.

Was würden Sie anders machen, wenn Sie noch einmal auf die Welt kommen?

Kann man das überhaupt beantworten? Ich bin ganz froh um alle Erfahrungen in meinem bisherigen Leben. Das Probelm ist ja, dass man nicht auf die Welt kommt und schon weiß, was passiert. Wir tasten uns langsam voran und erkennen vieles erst bei einem Blick nach hinten. Das ist auch gut so, denn sonst könnten wir vieles auch gar nicht unbeschwert genießen. Ich finde es wichtiger im Hier und Jetzt zu sein als in der Vergangenheit oder für die Zukunft zu leben.





Frischkunst – Atlier für Kunst und Therapie
Jessica Treffler
Beethovenstr. 6

0821 -8851912

www.frischkunst.de

 

Fotos von Jessica Treffler

 
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