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Burnout oder Depression (Teil 2)

© hessenstein /pixelio.de
ausgequetschte ZitroneHeutzutage fordert das Berufsleben oftmals Phasen starker Belastung. In diesen Phasen muss man dann vielleicht für Monate so richtig ranklotzen und fühlt sich am Ende wie eine ausgequetschte Zitrone.
Aber ist das schon Burnout oder Depression? Oder ist es nur eine vorübergehende Unlust am Beruf?
In der Umgangssprache werden die beiden Begriffe oftmals missverstanden oder falsch verwendet.


Blinkende Warnleuchte

Vereinfacht gesagt ist Burnout das Warnsignal, das eine Depression oder auch eine andere Krankheit, anzeigt.

Die Unterscheidung zwischen Burnout und Depression ist daher auch nicht ganz so einfach, da viele Symptome, wie Antriebslosigkeit, Gereiztheit, Leistungseinschränkung oder der Verlust von Selbstvertrauen, in beiden Fällen vorkommen.

 

Per Definitionem ist Depression eine psychische Krankheit, die u.a. durch Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Kontaktarmut, Interesselosigkeit, gegebenenfalls Angstneurosen und Reizbarkeit sowie durch verschiedene körperliche Störungen gekennzeichnet ist.
Die Abgrenzung zu einer vorübergehenden Unlust am Beruf ist ebenfalls nicht einfach. Wenn Sie sich aber einmal folgende Fragen stellen, werden Sie sehr schnell ein Gefühl für die Einstufung Ihrer persönlichen Situation bekommen:

  • Brauchen Sie mehr Zeit als früher, um sich von einem anstrengenden Projekt zu erholen?
  • Sind Sie, anders als früher, extrem gereizt?
  • Ist Ihnen das, was beruflich und privat passiert, immer öfter egal?
  • Meiden Sie den Kontakt zu Freunden und Angehörigen?

Je stärker Sie diese Fragen mit „Ja“ beantworten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie erkrankt sind und gegebenenfalls Hilfe von außen benötigen.

Depression

Depression ist kein neumodisches Krankheitsbild und sie ist auch nicht spezifisch für bestimmte Berufs- oder Personengruppen. Blättert man einmal in einschlägigen Büchern oder Internetseiten, dann findet man viele Namen berühmter Menschen, die an Depressionen gelitten haben sollen:

  • Ludwig van Beethoven
  • Marlon Brando
  • Audrey Hepburn
  • Martin Luther
  • Rainer Maria Rilke
  • Claude Monet
  • Prinzessin Diana
  • Johanna von Orleans

All diese Beispiele zeigen, dass Depression eine Erkrankung ist, die die Entfaltung großer Talente nicht zwangsläufig verhindert – sei es im Sport, in der Politik, in der Kunst oder in der Wirtschaft. Dennoch muss man sich im Klaren darüber sein, dass Depression eine gefährliche und sogar potentiell tödliche Krankheit ist, wie wir am Beispiel des Fußballers Robert Enke sehen konnten.

 
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