Start salonthema Burnout Mehr Tempo macht auch nicht schneller (Teil 5)

Mehr Tempo macht auch nicht schneller (Teil 5)

© kigoo-images /pixelio.de
MultitaskingNach einer Studie der University of Pittsburgh hat das beliebte Multitasking gravierende Nachteile. Die Gehirnleistung wird nicht besser. Sie sinkt bei exzessivem Multitasking um bis zu 40%.
Unsere Gesellschaft ist geprägt von Stress und Hektik. Alles muss schnell gehen.

Für die eigentlich wichtigen Dinge bleibt kaum noch Zeit. Gab es vor 30 Jahren noch Sitzcafés in denen man gemütlich und in Ruhe eine Pause machen oder entspannen konnte, wurden es in den 1990er Jahren schon Stehcafés, weil zum Hinsetzen keine Zeit mehr blieb. Und in den letzten zehn Jahren wurde der Coffee to go erfunden, weil jetzt bereits die Zeit zum Stehen fehlte.

 

Oder nehmen wir das Thema Schriftverkehr: Wenn Sie früher jemandem etwas Wichtiges mitteilen wollten, haben Sie einen Brief geschrieben und hatten dann erst einmal 3 Tage Zeit bis Sie eine Antwort erhielten. Heute gibt es E-Mails und wenn man auf eine E-Mail nicht innerhalb von 10 Minuten antwortet, fängt sich der andere bereits an zu wundern.

In einer Studie des Londoner King´s College, an der über tausend Probanden teilnahmen, stellten Forscher einer Testgruppe eine Aufgabe und traktierten sie währenddessen mit E-Mails. Eine Kontrollgruppe bekam die gleiche Aufgabe und konsumierte dabei Marihuana. Das Ergebnis war erstaunlich: Die Probanden, die die Drogen genommen hatten, konnten die Aufgabe besser lösen als die Gruppe unter E-Mailbeschuss, bei denen der Intelligenzquotient während des Experiments stark abfiel.  Rechnet man dieses Ergebnis einmal auf den ganz normalen Büroalltag hoch, so arbeiten in Deutschland Millionen von Menschen unter „Kiffer-Niveau“.

 

 

Quelle: AFNB

 

gabriele-golling.de

 
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