Start salonthema Burnout Mit Schwung zum „Seelenfrieden“

Mit Schwung zum „Seelenfrieden“

Burnout oder wenn Stress krank macht

Burnout gewinnt immer mehr an trauriger Aktualität. Terminstress, Leistungsdruck und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes machen müde, depressiv oder krank, wie wissenschaftliche Studien beweisen.

 

Weisheit der Werbeleute

„Take your time“ heißt das Allheilmittel gegen diese bösartig wuchernde Form des Stresses. Der Ratschlag eines Schokoriegelherstellers lautet lapidar: „Have a break, have

a ...“. Recht hat der Werbespot. Pause machen, sich Zeit nehmen – und: Bewegung, egal welche! Joggen oder Walken, ins Fitnessstudio gehen. Allerdings sollte man sich dabei weder zeitlich noch mit einem bestimmten Leistungsanspruch unter Druck setzen.

 

 

Krankheit der Fleißigen

Immer weiter steigende Lebenshaltungskosten und die Angst um den Arbeitsplatz setzen uns immer stärker unter Druck. Während lange Zeit vor allem Menschen in Helferberufen, zum Beispiel Krankenschwestern, Therapeuten, Ärzte und Sozialarbeiter als gefährdet galten, beobachten Mediziner und Psychologen jetzt das „Burnout-Syndrom” in allen Branchen. Wer kennt das nicht? Hier mal eine Überstunde, da mal abends noch schnell was für den Chef abgeschrieben ... Das chronische Müdigkeitssyndrom wird auch chronisches Erschöpfungssyndrom oder Chronic Fatigue Syndrom, kurz CFS, genannt. Es zeichnet sich durch einen dauerhaften Erschöpfungszustand aus, der länger als sechs Monate andauert. Darüber hinaus treten unspezifische Beschwerden auf, wie zum Beispiel Muskelschwäche, Kopfschmerzen, Fieber und Schlafstörungen. Schätzungen zufolge leiden in Deutschland 300.000 bis 1,5 Millionen Menschen aller Altersgruppen am chronischen Müdigkeitssyndrom. Die Meisten, die daran leiden, merken es nicht einmal. Sie fühlen sich „ausgelaugt“, „nicht so gut drauf“, „irgendwie nicht so fit“.

 


„Körperlich und emotional“ erschöpft

Die Ergebnisse aus Umfragen, Erfahrungen von behandelnden Ärzten und wissenschaftlichen Studien sind alarmierend: Das Unbehagen beim Job macht krank: Immer mehr Menschen leiden unter hohem Blutdruck, Magengeschwüren und Depressionen. Verlacht, verspottet und bedroht: Vor allem Lehrern an Berufsschulen wächst die Erziehungsarbeit über den Kopf. Sie klagen vermehrt über Rückenschmerzen, Herzrasen bis hin zu Schlaflosigkeit und Depressionen. Desweiteren breitet sich Burnout zunehmend im Dienstleistungssektor aus, wie beispielsweise in Banken und Versicherungen, wo die Angestellten viel Kundenkontakt haben. Terminstress, Leistungsdruck und Überstunden – sehr viel Energie geht auch im Redaktionsalltag von Journalisten flöten. Egal, wo man hinschaut – keine Berufssparte ist gegen Burnout resistent. Trotzdem gibt es Tipps zur Vorbeugung ...

 

Nicht unter Druck setzen lassen

Zwei- bis dreimal pro Woche joggen oder walken, ins Fitnessstudio gehen oder eine halbe Stunde mit dem Fahrrad fahren sollte für den Anfang schon ausreichen. Allerdings sollte man sich dabei weder zeitlich noch mit einem bestimmten Leistungsanspruch unter Druck setzen. Viele Berufstätige könnten während an warmen Tagen beispielsweise mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder einmal ein längeres Stück laufen. Auch wenn viele es immer noch nicht wahrhaben wollen, der menschliche Körper braucht nach einem langen Tag im Büro den physischen Ausgleich. Und er braucht die Regenerationsphase zwischen den Arbeitsphasen dringend zur Erholung. Eine halbe oder sogar eine ganze Stunde mehr Schlaf pro Nacht kann da oft schon Wunder wirken. Man sollte aber nach Möglichkeit den Konsum von Krimis oder Actionfilmen sowie auf den Verzehr von schweren Lebensmitteln kurz vor dem Einschlafen verzichten, da diese die Schlafqualität negativ beeinflussen.

 
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